Die Reisekreditkarte – Vergleich & Empfehlungen

Reisekreditkarte für den UrlaubKreditkarten sind in Deutschland noch nicht zur Notwendigkeit geworden. Dank der sehr guten Abdeckung mit Geldautomaten und der großen Akzeptanz von EC-Karten verzichten viele Menschen in Deutschland auf eine eigene Kreditkarte. Für den Urlaub kann eine Reisekreditkarte jedoch von großem Nutzen sein.

Spätestens, wenn der nächste Urlaub im Ausland ansteht oder Du generell die Welt bereisen möchtest, solltest Du Dir aus verschiedenen Gründen Gedanken über eine passende Reisekreditkarte machen. Denn Kreditkarten sind im Rest der Welt deutlich verbreiteter als die bei uns übliche EC-/Maestro-Karte und bieten Dir viele Vorteile.

Viele Anbieter haben dabei eine spezielle Reisekreditkarte im Angebot, welche Du effektiver nutzen kannst, als die meisten normalen Kreditkarten. Denn im Ausland musst Du bei der Auswahl der Kreditkarte auf andere Dinge achten als beispielsweise im Inland.

Daher zeigen wir Dir, worauf Du bei der Auswahl der Reisekreditkarte achten solltest und welche Elemente Du bei der Auswahl der Kreditkarte besonders berücksichtigen solltest. Denn Kreditkarten benötigst Du im Ausland zum Bezahlen von Rechnungen, zum Abheben von Bargeld und vor allem für die Anmietung von Autos, Hotelzimmern oder auch für die Bezahlung von Flügen. Ohne eine passende Reisekreditkarte können viele dieser Dinge unmöglich oder zumindest extrem kompliziert werden.

Reisekreditkarten im Vergleich

Diese Kreditkarten-Variationen sind in der heutigen Zeit weit verbreitet

Wenn Du Dir eine Reisekreditkarte zulegen möchtest, dann solltest Du zunächst wissen, dass es verschiedene Formen bei Kreditkarten gibt, welche unterschiedlich gut akzeptiert werden. Zwischen Chargekarte, Revolvingkarte, Debit Karte und Prepaid Kreditkarte gibt es deutliche Unterschiede.

Die Chargekarte – monatliche Abrechnung

Bei der sogenannten Chargekarte erhältst Du eine monatliche Rechnung, welche Du in der Regel nach spätestens 30 Tagen manuell begleichen musst. Mit dieser Karte bekommst du einen Kredit in Höhe Deines Kreditrahmens, welcher von Dir per Überweisung ausgeglichen werden muss.

Die Revolving-Kreditkarte – Kredit mit hohen Zinsen

Bei der Revolvingkarte verhält es sich ähnlich. Allerdings bietet diese mehr Freiheiten und zugleich auch mehr Gefahren. Denn bei einer Revolving-Kreditkarte musst Du nur einen im Vorfeld festgesetzten Betrag monatlich begleichen. Somit wird Dir der Kredit deutlich länger gewährt, die Zinsen bei einer solchen Revolvingkarte sind allerdings oftmals übermäßig hoch, sodass die Gefahr der Überschuldung bei einer solchen Reisekreditkarte stark anwächst.

Die Prepaid-Kreditkarte – Aufladen notwendig

Relativ ähnlich verhält es sich mit den sogenannten Prepaid-Kreditkarte. Wie der Name es bereits deutlich macht, musst Du eine solche Kreditkarte im Vorfeld mit Geld aufladen. Dies kannst Du bequem per Überweisung machen. Du erhältst somit keine Kreditlinie auf Deiner Kreditkarte, sondern kannst nur über den Betrag verfügen, welche vorher von Dir auf das Kartenkonto aufgeladen wurde. Diese Prepaid-Kreditkarten bietet eine sehr gute und vollumfängliche Kostenkontrolle. In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass diese Art von Kreditkarte nicht angenommen wird, wenn Du beispielsweise die Kaution eines Mietwagens durch diese Kreditkarte abdecken möchtest. Da Prepaid Kreditkarten aber immer häufiger genutzt werden, ist dieses Problem immer seltener.

Prepaid Kreditkarten sind auch eine super Lösung für Jugendliche und Studenten, die verreisen wollen oder sich länger im Ausland aufhalten, ohne dass man Sorge vor einer Überschuldung haben muss.

Die Debitkarte – Direkte Konto-Verknüpfung

Bei der Debitkarte handelt es sich um eine Kreditkarte, welche direkt mit einem Girokonto verbunden ist. Direkt nach der Bezahlung wird Dein Konto somit von der Kreditkarte direkt belastet. Dieses erlaubt Dir eine sehr gute Kontrolle über Deine Ausgaben, schränkt die finanzielle Freiheit natürlich im ersten Moment auch ein. Fakt ist aber: du kannst nur ausgeben, was du auch hast.

Reisekreditkarten im Vergleich

Darauf solltest Du bei einer Reisekreditkarte unbedingt Wert legen

Wenn Du Dir eine Reisekreditkarte zulegen möchtest, so solltest Du Dir im Vorfeld überlegen, welche Funktionen und Funktionalitäten Dir besonders wichtig sind und zu Deinem Reiseziel passen.

Wenn Du beispielsweise im Urlaub regelmäßig einen Mietwagen mieten möchtest, solltest Du unbedingt darauf achten, dass Du eine Reisekreditkarte mit Hochprägung erhältst. Denn diese werden in der Regel von den Autovermietungen weltweit akzeptiert und gelten nicht als Prepaid-Kreditkarten. Mittlerweile ist es aber so, dass auch Prepaid-Kreditkarten mit Hochprägung angeboten werden (bspw. von Viabuy) und diese durchaus auch bei der Mietwagenvermietung akzeptiert werden.

Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass aber selbst Prepaid-Kreditkarten ohne Hochprägung bei Autovermietungen in Deutschland akzeptiert werden. Dazu muss natürlich der entsprechende Betrag für die Kaution und die Mietsumme auf dem Prepaid-Kreditkartenkonto vorhanden sein.

Mit der Reisekreditkarte im Hotel bezahlen

Ebenfalls ein wichtiger Faktor in vielen Ländern ist das Abheben von Bargeld mit der Kreditkarte. Denn in einigen Ländern ist die Kartenzahlung noch weniger verbreitet als in Deutschland, sodass Du dort vor allem mit Bargeld Deine Rechnungen begleichen musst.

In einem solchen Fall ist es wichtig, dass Du mit Deiner Reisekreditkarte an Geldautomaten umsonst oder nur mit sehr geringen Gebühren an Bargeld gelangst. Sonst können sich Deine Reisekosten nur aufgrund der fälligen Gebühren oftmals drastisch erhöhen. Außerdem sollte dir von Dir gewählte Reisekreditkarte eine gute Akzeptanz im gewählten Reiseland besitzen. Denn nicht alle Kreditkartenunternehmen sind gleichermaßen in allen Ländern vertreten und akzeptiert.

Für diese Zwecke benötigt man eine Reisekreditkarte im Urlaub

Natürlich ist es meist auch möglich mit Bargeld zu bezahlen. In den USA zum Beispiel ist es aber sehr üblich, Einkäufe und andere Dinge mit der Kreditkarte zu bezahlen. Hier ein Überblick über einige typische Ausgaben, die man im Urlaub so hat:

  • Mietwagen mieten
  • Tanken
  • Flugtickets buchen
  • Hotel und andere Unterkünfte
  • Lebensmittel
  • Shopping
  • Taxi
  • Mautgebühren (bspw. in Italien und Frankreich sehr häufig)
  • Restaurantbesuche
  • Eintritt für Sehenswürdigkeiten

Die großen Kreditkartenunternehmen weltweit

Sowohl weltweit als auch in Europa dominieren vier verschiedene Kreditkarten-Typen den Markt. Das sind zum einen Diners Club und American-Express, welche eigene Kreditkarten ausgeben und Visa und Mastercard, deren Karten von den unterschiedlichsten Kreditinstituten ausgegeben werden.

American Express: Der Klassiker

American Experess gehört zu den bekanntesten Kreditkarten auf dem Markt und ist seit vielen Jahren weltweit etabliert und akzeptiert. Da American Experess als Kreditkartenunternehmen die Kreditkarten selber vergibt, kannst Du hier nur zwei verschiedene Typen an Kreditkarten erhalten. Zum einen die klassische Charge-Karte und eine Revolving-Kreditkarte, welche als normale Kreditkarte bezeichnet wird.

Diners Club – die älteste Kreditkarte der Welt

Die Diners Club Reisekreditkarte ist eine klassische Revolving-Kreditkarte, welche neben den eigentlichen Features durch besonders viele Bonus-Angebote auffällt. Auch Diners Club gibt als Unternehmen eigene Kreditkarten heraus, sodass diese nicht mit einem bereits vorhandenen Giro-Konto verknüpft werden können.

Visa-Card: In Deutschland enorm beliebt

Die Visa-Card als Reisekreditkarte wird immer von einer Bank ausgegeben und ist in der Regel an ein Konto bei der entsprechenden Bank angebunden. Unter der Bezeichnung Visa-Card erhältst Du sowohl Revolving-Kreditkarten, Charge-Kreditkarten als auch Prepaid-Kreditkarten mit vollkommen unterschiedlichen Konditionen. Allein in Europa arbeiten mehr als 4.000 Banken mit dem Unternehmen Visa Europa zusammen. Dennoch sind die Visa-Karten weltweit akzeptiert und können von Dir in der Regel als Reisekreditkarte verwendet werden.

Mastercard – technisch immer auf dem neuesten Stand

Auch die verschiedenen Karten von Mastercard sind weltweit akzeptiert und enorm vielfältig einsetzbar. Das Kreditkartenunternehmen Mastercard® Incorporated bietet in Zusammenarbeit mit Banken unter anderem Debit-Karten, Charge-Karten, Revolving-Kreditkarten und Prepaid-Kreditkarten. Du kannst also auch über Mastercard beziehungsweise die anbietenden Banken problemlos eine passende Reisekreditkarte auswählen.

Die passende Reisekreditkarte für Dich

All die oben genannten Kreditkartengesellschaften und Kreditkarten eignen sich auf ihre eigene Weise für eine Nutzung als Reisekreditkarte. Wenn Du beispielsweise eine Revolving- oder Charge-Kreditkarte suchst, welche mit keinem separaten Girokonto verbunden sein soll, dann kannst Du problemlos American Express oder Diners Club wählen. Allerdings ist oftmals American Express eher von Vorteil, da diese Karten eine noch größere Akzeptanz besitzen.

Suchst Du allerdings nach einer Prepaid oder einer Debit-Kreditkarte und möchtest direkte und volle Kontrolle über Deine Ausgaben haben, so sind Visa oder Mastercard für Dich die richtigen Anbieter.

Denn diese werden direkt von den verschiedenen Banken ausgegeben und können von Dir direkt bei Deiner Hausbank beantragt werden. Die perfekte Reisekreditkarte hängt also immer auch von Deinen Wünschen und Vorstellungen ab.

Zusatzfunktionen und Features, auf welche Du achten solltest

Viele Kreditkarten bieten Dir eine ganze Reihe von Funktionen und Möglichkeiten, welche Dir vor allem bei einer Reisekreditkarte besondere Vorteile bieten.

So beinhalten einige Kreditkarten bereits Reiserücktrittsversicherungen oder andere Versicherungsleistungen, wenn Du die Reisen über die Kreditkarte bezahlst.

Darüber hinaus haben viele Kreditkarten bestimmte Payback-Programme im Angebot, über welche Du weiteres Geld einsparen kannst. Der wohl wichtigste Faktor für Dich ist jedoch das kostenlose Abheben von Bargeld im Ausland.

Eine gute Reisekreditkarte sollte diese Möglichkeit bieten oder zumindest die Gebühren so niedrig wie möglich ansetzen. Somit kannst Du im Ausland beruhigt Bargeld beziehen, ohne mit überhöhten Gebühren konfrontiert zu werden.

Bei längeren Reisen spielt auch die Kostenkontrolle eine wichtige Rolle. Hier haben Debit-Karten und Prepaid-Kreditkarten deutliche Vorteile. Du kannst jede Ausgabe sofort nachvollziehen und Dein Reisebudget einfacher planen.

Nutzt Du als Reisekreditkarte eine Charge- oder Revolving-Kreditkarte, musst Du selber Deine Ausgaben mitrechnen und somit Dein Budget im Blick behalten.

Die Wahl der passenden Reisekreditkarte hängt also auch mit Dir, Deinem vorhandenen Budget und Deinem Finanzverhalten zusammen. Je besser Du Deine Finanzen überblicken kannst, umso eher können sich Charge- und Revolving-Kreditkarten für Dich lohnen.

Darum solltest Du eine Reisekreditkarte möglichst früh beantragen

Während Prepaid- und Debit-Kreditkarten in der Regel schnell und einfach ausgegeben werden und Du hierfür wenig Zeit veranschlagen musst, sieht dies bei Charge- und Revolving-Kreditkarten ganz anders aus.

Denn hierbei handelt es sich um klassische Kredit-Produkte, bei welchen Deine Kreditwürdigkeit zunächst überprüft werden muss.

Solche Kreditkarten solltest Du also auf keinen Fall erst knapp vor Reisebeginn beantragen, sondern Dir hierfür ein wenig mehr Zeit einplanen. Im Optimalfall kümmerst Du Dich drei bis sechs Monate vor der geplanten Reise um eine solche Kreditkarte, sodass Du alle Eventualitäten problemlos ausgleichen kannst.

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